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TU Berlin

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Angebote zur studienbegleitenden Beratung Studierender zu Fragen der Berufswahlmotivation

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Beratung auf dem Weg zur erfolgreichen Lehrkraft

An der TU Berlin bilden wir Lehrkräfte für berufliche Schulen und für Sekundarschulen in Fächern aus, die einen direkten Bezug zum Thema Beruf oder Berufswahl haben. Ein Teil der Studierenden hat bereits über eine betriebliche Ausbildung oder - als Quereinsteiger - über andere naturwissenschaftlich-technische Studiengänge und deren Fachpraktika Erfahrungen mit der Arbeitswelt. Die Studierenden im Studiengang Arbeitslehre, der auf den Unterricht im Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik in Sekundarschulen vorbereitet, schätzen das Fach häufig wegen seinesPraxisbezuges und seiner konkreten arbeits- und lebensweltorientierten Inhalte. Doch wie reflektieren die Studierenden ihre eigene Berufswahl, ihren Weg in das Lehramtsstudium und ihre berufliche Perspektive als zukünftige Lehrkraft? Welche Unterstützung brauchen sie an der Universität, im Referendariat und in den ersten Berufsjahren um sich auf die vielfältigen und hohen Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer vorzubereiten?

In unserem Teilprojekt der Qualitätsoffensive Lehrerbildung werten wir aktuelle Studien, u.a. Schulleitungsbefragungen, und eigene Forschung, vor allem Befragungen von Lehramtsstudierenden, ReferendarInnen, darunter QuereinsteigerInnen in den sogenanntenMangelfächern der gewerblich-technischen Oberstufenzentren und StudienseminarleiterInnen aus, um diese mit den Grundannahmen bestehender Berufswahl- und Beratungsmodelle und -tools wiedem Fit-Choice-Modell von Richardson und Watt oder dem von Johannes Mayr wissenschaftlichgeleiteten Career Counselling for Teachers abzugleichen.

Die Arbeit als Lehrkraft verlangt neben der fachlichen Expertise in zwei Fächern eine intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen, durch Unterricht und durch die Gestaltung des Klassen- und Schullebens positiv auf die Entwicklung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen Einfluss zu nehmen. Hierzu sind die Erkenntnisse der Bildungs- und Unterrichtsforschung über die erziehungswissenschaftlichen Studienanteile an der Universität und anschließend im Studienseminar zu vermitteln und zu vertiefen. Dazu bietet die universitäre Lehrkräftebildung neben Vorlesungen und Seminaren auch studienbegleitende Praxisanteile an: Das erste sechswöchige berufsfelderschließende Praktikum am Ende des ersten Bachelorsemesters und das mit dem neuen Berliner Schulgesetz neu eingeführte Praxissemester im vorletzten Studiensemester des Master of Education soll ihren pädagogischen Professionalisierungsprozess durch Beobachtung und Reflexion der unmittelbaren, auch selbst zu erprobenden Schul- und Unterrichtspraxis anregen und voranbringen.

Aus der Expertiseforschung wie aus der Forschung zur Wirksamkeit der Lehrkräftebildung wissen wir, dass mit diesen universitär angeleiteten und begleiteten Praxisphasen der Aufbau reflektierten Praxiswissens beginnt: schulische und unterrichtliche Praxen werden in Bezug auf ihre Traditionen, ihre zugrundliegenden Haltungen und - durchaus widersprüchlichen - Zielsetzungen hin untersucht. Zukünftige Lehrkräfte lernen hier, die schulischen Praxen des Unterrichtens, Beurteilens, Beratens und Erziehens auf ihre Antinomien hin zu durchleuchten und einen produktiven Umgang mit diesen beruflichen Anforderungen zu finden.

Hohe Unterrichtsqualität, Berufszufriedenheit und Burnout-Prophylaxe liegen sehr dicht beieinander. Die jeweils persönlichen Motive, den Beruf einer Lehrkraft in berufsvorbereitenden oder beruflichen Unterrichtsfächern bzw. Lernfeldern zu ergreifen, müssen durchdacht und mit den konkreten Anforderungen und Entfaltungsmöglichkeiten in diesem Beruf abgeglichen werden. Die eigenen Motive, Lehrerin oder Lehrer zu werden, müssen erforderlichenfalls um Motive bzw. Haltungen erweitert werden, die für eine erfolgreiche Berufsausübung notwendig sind, oft aber erst im Kontakt
mit der konkreten Unterrichts- und Schulwirklichkeit ins Bewusstsein treten.

In unserem Teilprojekt zur Qualitätsoffensive Lehrerbildung entwickeln wir ein Beratungskonzept, das Lehramtsstudierende in ihrer Reflexion des kasuistischen Materials aus der Begegnung mit der schulischen Wirklichkeit begleitet. Dies auch retrospektiv, die eigenen Erfahrungen als Schülerin bzw. Schüler auswertend, da die Tradierung früherer Schulpraxen teils ein Hindernis, zuweilen aber auch ein wichtiges Motiv für die innovative Weiterentwicklung von Unterrichtspraxen und Schulwirklichkeit ist. Hierzu knüpfen wir an berufsbezogenen Beratungskonzepten, sogenannten Training-cum-Research-Gruppen im Sinne der Psychoanalytiker Siegmund H. Foulkes und Michael Balint aus der Praxis der Ärzteweiterbildung sowie an den in der Sozialen Arbeit verbreiteten systemischen und psychoanalytischen Formen der Supervision bzw. des Coachings an.

Aktuell bieten wir erste praxisbegleitende Gruppen für das berufsfelderschließende Praktikum und persönliche Beratungstermine an.

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Prof. Dr. Kirsten Lehmkuhl

Ansprechpartnerin:

Birgit Peter

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